Skitour Rojen: Innerer Nockenkopf (2.768 m)

Startpunkt: Parkplatz am Skilift Rojen

Anfahrt: Von Mals kommend auf der Staatsstraße kurz nach St. Valentin auf der Haide links abzweigen Richtung Rojen. Die Straße führt parallel oberhalb des Reschensees am Hang entlang und zieht sich ein gutes Stück bis zum Parkplatz an der Rojen-Skihütte. // Vom Reschenpass kommend am Dorfeingang von Reschen rechts abbiegen nach Rojen (selbe Richtung wie zum Skilift Schöneben) und nach einem kurzen Stück in einer Kehre rechts abbiegen ins Rojental.

Dauer: ca. 2,5-3 Stunden Aufstieg

Karte: z.B. Kompass Nr. 041

Höhenunterschied: ca. 850 hm

Sonstiges: Bei Skitouren in offenem Gelände ist immer Vorsicht geboten! Unbedingt Lawinenlagebericht beachten (→ Lawinenlagebericht Südtirol).

Parkplatz am Lift in Rojen, auf 1.920 m, Vinschgau, Südtirol.

Parkplatz am Lift in Rojen, auf 1.920 m, Vinschgau, Südtirol.

Das Rojental ist ein etwas versteckt gelegenes Tal in der Reschenregion im Dreiländereck Italien-Österreich-Schweiz. Bei Einheimischen ist das Rojental für seine Schneesicherheit und Abgeschiedenheit beliebt. Skitouren sind hier ein wahres Naturerlebnis und mit dementsprechendem Respekt sollte man sich auch in diesem Naturraum bewegen. Das Tal kann als offen und übersichtlich bezeichnet werden, was mitunter auch daran liegt, dass der Talboden bereits auf über 1.900 m liegt und somit nur im untersten Bereich unterhalb der Baumgrenze noch Bäume vorkommen.

Unsere heutige Skitour auf den Inneren Nockenkopf (2.768 m) im Rojental gehen wir gemütlich an. Die Tour ist bei guten Verhältnissen auch für Einsteiger geeignet. Allerdings gilt es – wie immer im offenen Gelände – die Lawinengefahr ernst zu nehmen. Ausgangspunkt der Tour ist der Parkplatz am Sessellift Rojen. Rechts über der Brücke ist der Einstieg (hier sieht man auch den Wegweiser für die Wanderwege). Auf der rechten Seite des Baches geht es zunächst flach taleinwärts (entlang des Wanderwegs Nr. 6).

Dann öffnet sich das Tal leicht nach rechts hin und man folgt den meist bereits vorhandenen Spuren über den ersten (oder zweiten) baumfreien Rücken nach rechts in ein paar weiten Kehren den Hang hinauf. Es gibt mehrere Möglichkeiten, über welchen der Rücken man zunächst aufsteigt. Ein strahlend blauer Himmel verspricht uns eine super Tour und wir kommen gut voran. Nach einem ersten steileren Stück wird es dann etwas flacher, bevor leicht schräg nach links passierend ein weiteres steileres Stück folgt. Nach mehreren Kehren gelangt man dann auf eine flache und relativ grosse Anhöhe, welche auf etwa 2.500 m Höhe liegt. Hier kommt man an einem Wetterkreuz vorbei und es lohnt sich kurz zu rasten und den Ausblick auf die umliegende weiße Bergwelt zu genießen.

Zunächst geht es flach taleinwärtst ins Rojental, Vinschgau, Südtirol.

Zunächst geht es flach taleinwärtst ins Rojental, Vinschgau, Südtirol.

Bei blauem Himmel und etwas Neuschnee geht es auf den Inneren Lockenkopf (2768 m) im Rojental, Vinschgau, Südtirol.

Bei blauem Himmel und etwas Neuschnee geht es den ersten Hang hinauf.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Von der Anhöhe aus erkennt man den relativ steilen Osthang des Inneren Nockenkopfes, den es noch zu bewältigen gilt. Nachdem wir das Wetterkreuz passiert haben, ziehen an unserem heutigen Tag leider recht dichte Wolken auf und ein leichter Wind setzt ein. Auf den letzten 250 Höhenmetern den Osthang hinauf gilt es eine geschickte Route zu wählen, denn am Grat auf der linken Seite können mitunter Felsen hervorschauen, je nachdem, wie die Schnee- und Wetterverhältnisse sind. Wir gehen leicht rechts des Grates in ein paar Kehren hinauf und erreichen so das weitläufige Gipfelplateau mit Gipfelkreuz des Inneren Nockenkpfes auf 2.768 m.

Auf einer Anhöhe am Wetterkreuz auf ca. 2.500 m, Rojental, Vinschgau, Südtirol.

Auf einer Anhöhe am Wetterkreuz auf ca. 2.500 m.

Der Osthang des Inneren Nockenkopfes im Rojental, Vinschgau, Südtirol.

Der Aufstieg am Inneren Nockenkopf erfolgt über den linken Rücken des Osthangs (hier im Bild).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf dem Plateau befinden sich bereits einige Skitourengeher. Da sich die Windsituation leider nicht gebessert hat, bleiben wir nur kurz, verstauen die Felle im Rucksack, trinken etwas Tee und machen uns startklar für die Abfahrt. Dabei folgen wir mehr oder weniger der Aufstiegsroute, leicht versetzt, wo sich der Hang am sichersten und schönsten zum Abfahren anbietet. Nach dem kurzen ersten steileren Stück sind wir bereits wieder am Wetterkreuz und lassen die Skier flach durch den Pulverschnee gleiten. Die verbleibende Abfahrt ist traumhaft und skitechnisch leicht. Aber die Rinne zwischen den beiden Bergrücken gilt es natürlich zu meiden. Bei ausreichend Schnee sind die Weidezäune im flach auslaufenden unteren Bereich kein Hindernis. Bis zum Parkplatz geht es dann eben das Tal hinaus – wie schnell man doch die mühsam erarbeiteten 850 Höhenmeter wieder hinuntergefahren ist!

Weitere Skitouren im Rojental: Grionkopf (2.896 m)